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Bevor Sie sich darüber Gedanken machen, ob Sie eine Eigentumswohnung oder ein Haus haben wollen, ob Sie bauen oder lieber ein Bestandsobjekt kaufen wollen, sollten Sie Ihre Finanzen prüfen.

Zunächst einmal sollten Sie feststellen, wie hoch der maximale Kaufpreis ist, den Sie sich leisten können.

Gehen Sie dabei wie folgt vor:

    Als ersten Schritt stellen Sie zunächst einmal fest, wie hoch Ihr Eigenkapital ist. Von diesem Betrag müssen folgende Ausgaben bestritten  werden:

      • Die Nebenerwerbskosten, 3,5% Grunderwerbssteuer (in Berlin 4,5%), die Notariatsgebühren, Gerichtsgebühren für Auflassung und Eigentumsumschreibung, Gebühren für die Grundschuldbestellungen und gegebenenfalls Maklercourtage.
      • Ein bis zwei Mieten für Ihre bisherige Wohnung. (wird gern vergessen)
      • Eventuelle Renovierungskosten sowohl für die alte Wohnung als auch für Ihr neues Heim.
      • Kosten für eine kurze Werteinschätzung durch einen unabhängigen Sachverständigen.                Die Kosten richten sich nach der Größe des Objektes, es reicht aber aus, hierfür 600,-- bis 900,--Euro einzuplanen.
      • Der jetzt noch verbleibende Betrag ist das eigentliche Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote sollte im Idealfall 40% betragen, 20% bis 30% sind noch als gut zu bezeichnen aber unter 10% sollte die Quote auf gar keinen Fall liegen, es sei denn, Sie haben ein sehr hohes Einkommen.
      • Es gibt natürlich auch Banken, die eine 100%-Finanzierung anbieten. Denken Sie aber daran, dass die Finanzierung dann teurer wird, denn die “sensationell günstigen” Konditionen aus der Werbung gelten in aller Regel nur dann, wenn nicht mehr als 60% vom Kaufpreis finanziert werden müssen. Ist die Quote höher, müssen Sie mit Risikozuschlägen rechnen.

    Als zweiten Schritt stellen Sie fest, welche monatliche Belastung Sie sich leisten können und/oder wollen. Es ist eine Faustregel, dass alle Ausgaben, die unter dem Oberbegriff “Wohnen” einzuordnen sind, idealerweise nicht mehr als 30% bzw 1/3 Ihres monatlich verfügbaren Nettoeinkommens liegen sollten. Zum jetzigen Zeitpunkt sollten Sie allerdings noch nicht zu detailliert vorgehen, sondern die folgende Überschlagsrechnung anstellen:

      • Ermitteln Sie Ihr monatlich zur Verfügung stehendes Netto-Familieneinkommen.
      • Setzen Sie 30 bis 35% des ermittelten Betrages als Berechnungsgrundlage an.
      • Multiplizieren Sie diesen Betrag mit 12. Sie haben nun den jährlichen Betrag, den Sie für “Wohnen” ausgeben können.
      • Teilen Sie nun diesen Betrag durch 9 und multiplizieren mit 100. Das Ergebnis ist der Betrag, den Sie maximal finanzieren sollten. Wenn Sie das zuvor ermittelte Eigenkapital hinzurechnen, haben Sie den maximalen Kaufpreis, den Sie bei Ihrer Objektsuche nicht überschreiten sollten.                                                                                                   zurück zu vorherigen Seite